Erfolgreicher Start von "Yuri´s Night" Rostock



Zzzzisssch. Fauchend geht eine Rakete in den Himmel. Eine nach der anderen folgt. Raketenstarts mitten in Rostock? Aliens an der Warnow? Und NASA-Astronauten in Bürogebäuden?

Was klingt wie das Szenario eines Science-Fiction-Films war die Rahmenhandlung eines reellen Tages rund um die Raumfahrt, der am 10. April 2010 in Rostock zu erleben war.

"Yuri's Night" hieß die Veranstaltung, die sich an die ganze Familie richtete. Sie ist die weltweite Feier des bemannten Aufbruchs ins All und erinnert an den Erstflug des russischen Kosmonauten Juri Gagarin. Erstmals fand 2010 ein Ableger dieser weltweiten, modernen Erinnerungsbewegung auch in Rostock statt.

Damit wurde die Hansestadt, die auf eine bedeutende Historie in der Luft- und Raumfahrt zurückblicken kann, sie siebte deutsche Stadt, die sich der weltweiten "Yuri's Night"-Bewegung angeschlossen hat.

350 Besucher fanden die von der OSPA-Stiftung unterstützte Veranstaltung gelungen, und ließen sich von 13 bis 21 Uhr von Vorträgen, Filmen und vor allem einer großen Raketen-Bastelstrecke für Raumfahrtthemen in der EWS – Europäische Wirtschafts- und Sprachenakademie, Am Kabutzenhof 20a, begeistern.

Neben dem Unterhaltungseffekt für Familien bekamen Raumfahrtinteressierte aber auch Hochkarätiges geboten. So waren zur "Yuri's Night" Rostock der europäische NASA-Botschafter und Ehren-Astronaut Hans-Joachim Roloff sowie Professor Dieter B. Herrmann, langjähriger Direktor der Archenhold-Sternwarte und des Zeiss-Großplanetariums Berlin, vertreten. Letzterer ist zudem ehemaliger Moderator der Wissenschaftssendung "AHA" des DDR-Fernsehens. Ebenso kam mit Heinz Boback einer derjenigen wenigen DDR-Piloten, die das Ausbildungsprogramm zum Kosmonauten durchliefen.

   

Sie und viele Wissenschaftler aus Rostock gaben in Vorträgen Einblicke in die Raumfahrt zu Zeiten Juri Gagarins, in die der Gegenwart und in die Historie des Rostocker Flugzeugbaus und in aktuelle Entwicklungen in der Astronomie. Rostocker Unternehmen demonstrierten, wie Entwicklungen im Satellitenbau das Leben auf der Erde erleichtern. Filme berichteten über das "Interkosmos"-Programm, das mit Sigmund Jähn den ersten deutschen Raumfahrer hervorbrachte.

Und: in einem eigenen Kinderbereich konnten sich die Kleinsten mit Schminke in Aliens verwandeln und sich als Astronaut auf dem Mond fotografieren lassen. Zusätzlich wurden Raketen gebastelt, die dann unter Aufsicht an der Warnow gestartet wurden. Bis zu 70 Meter flogen sie in die Höhe.

350 Gäste erlebten "Yuri's Night" in Rostock; ganze Familien kamen: die Kleinen bastelten, Vati bestaunte die ausgestellte Technik, Mutti lauschte den populärwissenschaftlichen Vorträgen.

Die Organisatoren – zu denen Universitätsprofessoren, der Kulturkombinat Bunker e.V., die RST Rostock System-Technik GmbH, das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn, der Förderkreis Luft- und Raumfahrt e.V., der Astronomische Verein und [Rostock denkt 365°] e.V. gehören – beschlossen nach dem erfolgreichen Auftakt, dass es auch 2011 eine "Yuri's Night" Rostock geben wird.
Zum 50-jährigen Jubiläum des Gagarin-Erstflugs soll daher am 9. April 2011 – so die Planung – der erste Deutsche im All, Sigmund Jähn, begrüßt werden. Ebenso werden aktuelle deutsche Astronauten der ESA angefragt.

Sie haben eigene Ideen zur "Yuri's Night" Rostock 2011? Sie wollen gerne bei den Vorbereitungen mithelfen? Setzen Sie sich mit uns in Verbindung.
Oder und schauen Sie einfacher häufiger auf dieser Webseite vorbei, auf der wir Sie über den Stand der Vorbereitungen unterrichten.

Ihr "Yuri's Night" Rostock-Organisationsteam